Nach meiner schulischen Laufbahn und dem Zivildienst bei der AWO begann ich eine Lehre zum Offsetdrucker in Mainz. Im April 1987 trat ich in den elterlichen Druckereibetrieb in Koblenz ein, zunächst als Drucker, später dann zusehends mehr im Verwaltungs- und administrativen Bereich. Im Jahr 1993 machte ich die Prüfung zum Industriemeister Druck und seit 2001 bin ich Geschäftsführer des bereits über 70 Jahre bestehenden Betriebes. Mein Wohnsitz ist mittlerweile ein beschauliches Anwesen im schönen Städtchen Rhens.
Parallel zum Beruf stellte sich eine Hingabe zum Medium Hörfunk/Fernsehen ein, die sich so leicht nicht mehr bändigen ließ: Im Jahr 1982 begann ich als ehrenamtlicher Moderator beim Krankenhausfunk im Evang.Stift, was 20 Jahre andauern sollte, zudem kam das Fernsehen in Gestalt von Offenem Kanal bzw. Kanal 10 (heute TV Mittelrhein) dazu, wo ich jeweils einige Jahre mit viel Freude, Eifer und Erfolg Sendungen moderierte. Bühnenluft schnuppern hieß es zudem bei zahlreichen Besuchen in den „Wetten daß..?“-Hallen und bei D.T. Heck in der „Pyramide“, wo ich 1992 auch als Kandidat mein Glück versuchen durfte. Ebenso in Berlin beim SAT1-Glücksrad mit Frederic Meissner.
Zu meinen Hobbies zählt es, neben Haus, Garten, Kochen, Lesen und natürlich dem Karneval, in Nostalgie zu schwelgen. Ich schwärme für TV-Kultsendungen aus den 70er und 80er Jahren (große Sammlung!), alte TV-Zeitschriften und die damaligen Medien allgemein. Was ich da alles gesammelt habe... Ich bin außerdem stolzer Besitzer des Ehrenlöwen von Radio Luxemburg, den ich 1977 durch einen Wettbewerb gewonnen habe, stellvertretend für alle damaligen Fans und Hörer von RTL.
Seit 1993 bin ich Mitglied der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft und kann sagen, daß ich mich in diesem Verein sehr wohl fühle. Im Elferrat seit 1997 (dem letzten Prinzenjahr der GKKG) beheimatet, erfülle ich diese Position mit Stolz und Freude. Im Jahr 2004 stellte sich mir die Aufgabe, das Präsidentenamt von Manfred Gniffke zu übernehmen. Hierbei sprach sicher für mich die aus dem Medienbereich gesammelte Erfahrung, also keine Scheu vor einem Mikrofon oder einer Kamera zu haben.
Meine Tochter Marleen, die 2001 aus der Ehe mit meiner Frau Melanie Martini hervorging, steht schon voll in den Fußstapfen des Vaters: Sie ist begeisterte und engagierte Garde- und Showtänzerin bei den „Minis“ und mein ganzer Stolz.
Als Präsident einer so ruhmreichen und traditionellen Gesellschaft ist es ein irres Gefühl, das Aushängeschild des Vereins, die Prunksitzungen präsentieren zu dürfen. Hierbei sehe ich mich allerdings eher in der Rolle eines Kochs, der aus lauter guten Zutaten ein hoffentlich sehenswertes Menü zaubert. Ein besonderes Anliegen ist mir hierbei, den karnevalistischen Nachwuchs nicht aus den Augen zu verlieren, denn die Jugend ist unser Kapital, ohne sie würden wir in einigen Jahren ziemlich alt aussehen und könnten Veranstaltungen sicher nicht mehr in der gewohnten Form auf die Bühne bringen. Deshalb gilt es, den Nachwuchs zu fördern wie und wo es nur geht...
Nun ist in diesem Jahr eine noch bedeutendere Aufgabe, eine, die man nur einmal im Leben bekommen kann, dazugekommen: „Prinz zu sein in Kowelenz“. Das ist natürlich eine besondere Herausforderung, die ich wahnsinnig schätze und um deren Bedeutung ich mir bewusst bin. Ich freue mich mit allen Mitstreitern darauf, eine tolle Session zu erleben und für die „Gruuße“ nach 13 Jahren wieder ausrufen zu können „MIR SAIN PRINZ!“
Ich grüße somit als „Prinz Marcus I. von Druck und Narretei“ herzlich die vielen tausend begeisterten Narren an Rhein und Mosel mit einem dreifachen
„KOWELENZ OLAU”! |